Wir auf Retreat

Brahma vihara Retreat in Rivendell

Zwei Mitglieder unseres Sangha waren vom 9. bis 16. Juni auf dem Retreat „Love Without Limits – The Four Immeasurables – Meditation Week“ im zauberhaften Rivendell nahe London. Es ging um die Vier Grenzenlosen Geisteszustände, metta (liebende Güte), karuna (Mitgefühl), mudita (Mitfreude) und upekkha (Gleichmut). Ziel war es, unser Herz zu öffnen und die Verbundenheit mit anderen zu erfühlen. Geleitet wurde das Retreat auf ganz wunderbare Weise von Vessantara, unterstützt durch Ambaranta und Nagadipa.

Wir meditierten viel und intensiv, häufig mit Anleitung durch Vessantara, dem es auf unglaubliche Weise gelang, dass wir Verbindung mit unserem Herzen aufnehmen konnten, da wir doch sonst so häufig im Kopf sind. Wir arbeiteten viel mit Visualisierung und Imagination, doch es gab auch einsichtsreiche Vorträge und rege Diskussionen.

Der Tag begann um 6.30 Uhr, von 7 bis 9 Uhr wurde meditiert, anschließend gab es Frühstück. Vom 10.30 bis 12.30 Uhr trafen wir uns wieder im Schreinraum und Vessantara sprach über die Brahma viharas, ließ uns viel Zeit zum Fragenstellen und Diskutieren und führte uns dann auf ganz wunderbare Weise durch eine Meditation. Um 13 Uhr gab es Mittagessen und von 16.30 bis 18 Uhr noch einmal eine Einheit mit Input, Austausch und Meditation, anschließend nahmen wir das Abendessen ein. Den Tag beschlossen wir jeweils mit einer Zeremonie, beispielsweise einer Puja.

Hier galt wie auf den meisten Retreats: Alles kann, nichts muss. Es war jedem frei gestellt, an welchen Veranstaltungen er teilnahm. Außerdem hatten wir viel freie Zeit, die wir nutzen konnte, um über die Weiden und durch die Wälder der Umgebung zu wandern, zu schlafen, zu lesen, uns in dem wunderbaren Garten aufzuhalten – oder einfach gar nichts zu tun. Dabei unterstützten auch die vier Tage des Retreats, die wir in komplettem Schweigen verbrachten.

Rivendell selbst ist ein ganz bezaubernder Ort. Der Garten ist so magisch, dass es das Natürlichste der Welt wäre, wenn Elfen an einem vorbeiflattern würden. Ambaranta zauberte jeden Tag einen anderen, ganz wunderbaren Schrein, auf dem es jede Menge zu entdecken gab. Die wunderbare Umgebung und das tolle Wetter taten ihren Teil und alle Retreat-Teilnehmer reisten am Ende beglückt und mit offenen und tief bewegten Herzen nach Hause zurück.

Satellitengruppen-Retreat in Vimaladhatu

Vom 2. bis 6. Juni waren wir auf dem Satellitengruppen-Retreat in Vimaladhatu. Das Retreat richtet sich an Gruppen, die kein eigenes Zentrum haben. Außer uns sieben Hamburgern waren Gruppen aus Wiesbaden, Tübingen, Osnabrück, Gelnhausen, Duisburg, Düsseldorf und Arnsberg vor Ort, unterstützt von Ordensmitgliedern aus diesen Orten sowie aus Essen und Berlin. Organisiert und geleitet wurde das Retreat auf ganz wunderbare Weise von Bodhimitra.

Das Retreat begann am Freitagabend mit einem gemeinsamen Abendessen und einer gemeinsamen Meditation. Meditiert wurde auch die folgenden Tage über immer morgens von halb acht bis neun Uhr und abends noch einmal vor dem Schlafengehen.

Da Triratna dieses Jahr sein fünfzigstes Jubiläum feiert, war das Thema des Retreats „50 Jahre Triratna – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“. Dazu gab es einen Vortrag zur Vergangenheit von Bodhimitra, der die Gemeinschaft bereits seit 37 Jahren begleitet und also die Anfänge mitbekommen hat, als der Ordensgründer Sangharakshita noch Vorträge in einem Keller in London hielt. Jayalalita aus Essen hielt einen Vortrag zur Gegenwart, in dem es unter anderem um die Aufarbeitung einiger schwieriger Themen aus der Vergangenheit ging. Sraddabandhu aus Berlin schließlich sprach über die Zukunft von Triratna, wie wir beispielsweise die Jugend begeistern und gewinnen können.

Zwischen diesen Vorträgen gab es viel Zeit für Diskussion und Reflexion. Und natürlich war es für alle Gruppen schön, sich ein wenig mit den anderen auszutauschen, zu erfahren, was welche Gruppe anbietet, was gut funktioniert, was nicht, wie sich die einzelnen Gruppen entwickeln und so weiter.

Der Höhepunkt des Retreats war jedoch die Mitra-Zeremonie am Sonntag. Insgesamt acht neue Mitras bekannten sich zu Buddhismus, den Fünf Vorsätzen und dazu, den Weg mit Triratna gehen zu wollen. Was genau es bedeutet, Mitra zu sein, darüber gibt es hier nähere Informationen. Die Zeremonie war wunderschön und alle neuen Mitras sahen strahlend und glücklich aus. Herzlichen Glückwunsch Euch allen und wir schicken Euch viel Metta mit auf den Weg!

Am Montag zur Mittagszeit ging es nach einer kurzen Abschlusszeremonie an der Stupa unterhalb des Meditationshauses für die meisten von uns nach Hause, nur die Organisations-Teams blieben noch einen Tag länger, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu planen. Ein großes Dankeschön an Bodhimitra und sein Team für ein sehr inspirierendes und gelungenes Retreat und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.