Über uns

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die sich für Meditation und Buddhismus interessieren und sich regelmäßig zu Meditation und Studium treffen. Wir sind zwischen Mitte 20 und Mitte 70, haben ganz „normale“ Berufe und führen ein ganz „normales“ Leben mit Familie und Freunden. Wir versuchen, unseren Alltag an der buddhistischen Lehre zu orientieren, und zwar in der Tradition der Buddhistischen Gemeinschaft Triratna und ihres Gründers Sangharakshita. Die Idee von Triratna ist es,  die Essenz der Lehren der gesamten buddhistischen Traditionen anzubieten, die für uns Menschen im Westen hilfreich sind.

Wir treffen uns jeden Dienstag ab 19:30 Uhr zur gemeinsamen Meditation und an jedem ersten Dienstag im Monat ab 19:30 Uhr zu einem buddhistischen Ritual, der Puja. Viele von uns gehen auch regelmäßig auf ein Retreat. Ein Retreat ist ein bewusster Rückzug aus dem Alltag für eine bestimmte Zeit, in der man sich der Meditation und dem Dharma, also der buddhistischen Lehre, widmet.

Wichtig ist uns aber, dass jede und jeder so tief einsteigt, wie er oder sie möchte. Manche schauen nur gelegentlich am Dienstagabend vorbei und meditieren mit uns gemeinsam, andere kommen regelmäßiger oder haben sich Triratna als Mitras (übersetzt „Freunde/Freundinnen“) oder Ordensangehörige stärker verpflichtet. Wir erheben keine Mitgliedsbeiträge und wer dienstagabends zum Meditieren vorbeikommt, verpflichtet sich zu nichts. Wir bitten lediglich um eine kleine Spende, falls möglich, um uns damit bei der Miete des Raums zu unterstützen. Ansonsten freuen wir uns, das Geschenk der Meditation mit anderen zu teilen – die glücklichen Gesichter am Ende eines Meditationsabends sind schön anzusehen.


Damit Ihr eine Idee bekommt, mit wem Ihr es zu tun habt, stellen sich ein paar Mitglieder unseres Sangha vor:

Ich bin Norbert. Seit 35 Jahren versuche ich Buddhist zu werden.

Bin 1982 auf meinem 1. Triratna-Retreat gewesen, um eine Heimat zu finden.

Vorausgegangen war eine Tumorbehandlung mit OP und Bestrahlung. Ich fühlte mich wie 30 Jahre älter. Aber nach drei Tagen Retreat in einem wunderschönen schwedischen Landhaus hatte ich meine Bestrahlung vergessen und das Leben schien keine Probleme mehr zu bieten. Auch meine Arbeit als junger Lehrer hatte fortan eine nicht gekannte Leichtigkeit.

So bemühe ich mich seitdem stetig um eine regelmäßige Meditationspraxis, was mir aber nicht leicht fällt. Dennoch habe ich trotz allem nirgends so viel gelernt wie durch den Buddhismus, der aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Da ist auch eine sehr große Dankbarkeit den Menschen gegenüber, die mir all das ermöglicht haben.


Ich bin Annemarie, Diplom- und Sonderpädagogin und besonders in meinem beruflichen Umfeld, bei der Arbeit mit teilweise schwer belasteten Schülerinnen und Schülern, kommt es für mich immer wieder auf so etwas wie einen „echten Dialog“ an. Um „echt“ oder „authentisch“ zu sein, brauche ich oft einen langen Atem und viel Geduld. Hierbei und auch in anderen persönlichen Bereichen hilft mir die Unterstützung durch unsere gemeinsamen Meditationen. Darüber hinaus hält mich die Arbeit in unserer gemeinsamen Studiengruppe wach:

Das Studieren buddhistischer Texte empfinde ich als unglaubliches Geschenk. Mit anderen zusammen Texte lesen und sich dann darüber austauschen ist einfach großartig. Faszinierend sind für mich  Überraschungen in Form von Erkenntnissen über mich selbst, unser Leben und die Vernetzungen mit Wissenschaften (z.B. Neurowissenschaft) aber auch Kultur und Künstlern (z.B. Rilke).

Zu unserer Gruppe bin ich durch Zufall vor 3,5 Jahren gekommen: Ich habe das Schild „Ort der Stille“ gelesen und gedacht: „Da muss ich hin“. Anfänglich habe ich hier nur eine freundliche Meditationsgruppe am Sonntag besucht – nach einem ersten Besuch bei Triratna war sofort klar: Hier ist mein Platz – da gab es NOCH ETWAS. Inzwischen versuche ich das nicht mehr zu
erklären. Das Zusammensein als meditierende Triratnagruppe (unser Sangha) hat einfach so etwas wie einen eigenen Spirit für mich.

Ich bin dieser Körper, welcher als Guido erscheint und wahrgenommen wird. Ich habe kein Abitur und Koch gelernt. Ich bin zu Triratna gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Eigentlich wollte ich nur aus gesundheitlichen Gründen meditieren,  inzwischen nehme ich die Formen der Welt so leicht wie möglich an. Ich glaube, ich schaffe es, in einer Kopräsenz zu leben und die Vergangenheit weitgehend ruhen zu lassen und auch keine Sorge vor der Zukunft zu haben. Dinge zu ändern, die zu ändern sind und Dinge anzunehmen die nicht zu ändern sind, übe ich durch die Stille der Meditation.

Am Freundeskreis von Triratna schätze ich die fühlbare hohe Achtsamkeit und den sehr bemühten freundlichen Umgang miteinander sehr. Ich erlebe  ein gemeinsames Bewusstsein und fühle mich darin pudelwohl.

Neben Sangharakshita, schätze ich auch Eckard Tolle, als spirituellen Lehrer, außerordentlich.

Ich verabschiede mich seit 52 Jahren, bin verheiratet und habe 3 erwachsene Kinder.  Mein besonderes Interesse gilt Advaita und der Leerheit, ich bin aktives Mitglied im MinD Verein, lerne Spanisch und schreibe ein Buch. Außerdem bin ich überzeugter Abstinenzler und glaube an ein allumfassendes Bewusstsein außerhalb von Körper und Geist.


Mein Name ist Katharina, oder kurz Katha, ich bin Psychologin in der beruflichen Eignungsdiagnostik und befasse mich seit rund zehn Jahren mit den Themen Meditation und Buddhismus. Außer buddhistischen Schriften lese gerne Science Fiction, Fantasy und Bücher aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen. Ich liebe Sport und die Natur und verbringe gerne Zeit mit Freunden und Familie.

Am Buddhismus gefällt mir besonders das positive Menschenbild: Wir haben alle den Buddha in uns! Zudem lassen sich die Lehren des Buddha für mich gut mit den Erkenntnissen aus der Psychologie zur Funktionsweise unseres Geistes und mit den Befunden aus anderen Wissenschaften vereinbaren.

Zu Triratna bin ich nach vielen Jahren der Suche gekommen. Im Sangha habe ich mich von Anfang an sehr willkommen und gesehen gefühlt und ich schätze besonders den Ansatz unseres Ordensgründers Sangharakshita, die buddhistische Lehre für uns Westler zu übersetzen und in unserem Leben umsetzbar zu machen.


 

Rainer, Mitra seit 2017, mit Triratna (und FWBO) verbunden seit Anfang der 90er Jahre, von Beruf beratender Ingenieur in der Medizintechnik, 2+2 Kinder (21-16 Jahre).

Buddhismus ist für mich die schlüssigste und heilsamste Ansicht über das Leben und das Ziel unserer individuellen Entwicklung. Triratna hat durch die Besinnung auf den Ur-Buddhismus (inzwischen über 2500 Jahre alt!) durch den Gründer des Ordens und den Transfer in die westliche Welt ein System geschaffen, das es mir gestattet, ein tieferes Verständnis von der buddhistischen Philosphie zu erlangen und mit Gleichgesinnten die meditative Praxis zu üben – ganz ohne exotische Kultur und in westlicher Sprache und Symbolen.

Ich kenne Triratna jetzt seit über 25 Jahren und habe mich in diesem Jahr entschieden, Mitra (Freund des Ordens) zu werden. Unsere Studiengruppe hält meine Inspiration lebendig und unterstützt mich auf meinem Pfad. Vor allem ziehen mich die Themen Meditation, buddhistische Ethik und Erlangung von Einsicht und Weisheit an.


Diejenigen von uns, die etwas tiefer einsteigen möchten, haben einen Studienkurs aufgenommen. In einer Gruppe von 15 Personen studieren wir zusammen mit unserem Lehrer Dhammaloka aus England den Dharma. Dazu lesen wir verschiedene Texte und treffen uns viermal im Jahr für ein Wochenende mit ihm hier in Hamburg. Dazwischen studieren und reflektieren wir in kleineren Gruppen, die sich wöchentlich oder im Zwei-Wochen-Rhythmus treffen. Worum es in dem Studienkurs geht, könnt Ihr hier sehen.

Hier ist ein Teil der aktuellen Studiengruppe bei einem privaten Studien- und Frühstückstag zu sehen. Wie erkennbar stärkten sich die Teilnehmer ordentlich, bevor es an weiteres Diskutieren oder gemeinsames Lesen ging. Ebenso ersichtlich: wir hatten eine gute Zeit!
Von rechts nach links waren das: Bärbel, Sebastian, Aryamaitri, Rainer und Annemarie.