Inspiration

Hier möchten wir in loser Folge Bücher, Kunst, Filme oder Vorträge empfehlen, die Mitglieder unseres Sanghas als besonders inspirierend empfunden haben. Diese werden mit einem kurzen Text begleitet. Viel Spaß beim Stöbern!


November 2017

Ein Vortrag über das Bewusstsein von Ayya Khema aus dem Jahre 2015:

Ayya Khema hält einen Vortrag über eine Lehrrede des Buddhas.

Der Buddha hat nicht nur still meditiert, er hat auch reagiert und Fragen geklärt und dabei Antworten gegeben.

Der Buddha wird gefragt „Wovon wird die Welt gelenkt?“ Seine Antwort lautete: „Von Bewusstsein wird die Welt gelenkt, das Bewusstsein hat die Macht über die Welt und zerrt sie hin und her.“

Unsere Bewusstseinsebene bestimmt unsere eigene Welt. Wenn wir zum Beispiel sagen, Geld regiert die Welt, dann werden wir die Welt auch so erleben. Wir müssen uns mit den Notwendigkeiten des Alltages beschäftigen und dieser Prozess verhindert, dass wir transzendierend werden können.

Wir sollten verstehen, dass sich alles im eigenen Bewusstsein abspielt, dort können wir dann anfangen und Negatives mit Positivem ersetzen. Schließlich kann sich das Bewusstsein vom Persönlichen lösen.

Wir erfahren eine universelle Verbundenheit der Natur einschließlich uns als Beobachter. Durch die formlose Meditation können wir auf nicht-intellektueller Ebene das gemeinsame Bewusstsein erfahren und erleben, und wir müssen nicht mehr reagieren und es herrscht Frieden.

Wenn wir in eine tiefe Bewusstseinsebene eintauchen können und ein solches Seinsgefühl entwickeln, können wir dann die auftauchenden Formen der Welt annehmen und transzendiert zurück geben? Reinheit in das kosmische Bewusstsein geben würde bedeuten, dass wir auch Reinheit empfangen, wenn wir nicht mehr zu sehr mit den weltlichen Dingen beschäftigt sind, könnte wieder alles fließen.

Eine Empfehlung von Guido.

Oktober 2017

Ein Vortrag über das Herz-Sutra von Sylvia Wetzel aus dem Jahre 2002:

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
http://www.sylvia-wetzel.de/artikel/Herzsutra.htm

 

Klebe ich an der Form oder an der Leere?
Werfe nach und nach alles über Bord, was Du über eine Form denkst und Du stehst mit offenen Mund da, denn Du weißt nicht mehr was die Form ist.
Wenn ich mir klar mache, dass das, was ich wahr nehme, die Welt ist, brauche ich dann nur meine Wahrnehmung verändern und ich habe die Welt dadurch verändert?
Nehmen wir nur Farben in der Leere wahr?

All diese Fragen stellen sich in diesem äußerst interessanten Vortrag. Und die  Lösung wird auch gleich mitgeliefert. Sie lautet: Augen aufmachen, hingucken, hin spüren, nicht jammern, nicht zusammenbrechen, nicht hochrechnen, sondern bedingtes Entstehen anschauen und zur Kenntnis nehmen, ändern was man ändern kann, akzeptieren was nicht zu ändern ist und die Weisheit das eine von dem anderen zu unterscheiden.

Der Sinn des Lebens ist es, durchlässig für die Formen zu werden. Frei nach Donovan: „Zuerst gibt es einen Berg, dann gibt es keinen Berg, dann gibt es einen.“

Empfohlen von Guido


August 2017

Das Leben des Buddha – Audio-Vortrag von Dharmadipa
https://www.freebuddhistaudio.com/audio/details?num=LOC2849

Dharmadipa vermittelt buddhistische Inhalte durch die Beschäftigung mit den Leben des Buddhas. Durch das Hören habe ich für mich erkannt, dass die Erleuchtung und der Dharma gar nicht so hoch hängen, wie ich bisher angenommen habe. Es gab am Anfang des Buddhismus keine festen Regeln und die Einsicht in die Realität langte vollkommen aus. Alles bedingte Entstehen ist ein Prozess, selbst die Erleuchtung! Noch gab es keine Klöster und manchmal gab es Streit. Ethik, Meditation und Weisheit waren wichtig. Da auch damals Regeln neu erfunden wurden, möchte ich euch heute den Vortrag mit einem Rap-Text beschreiben:

Yo Mann, was geht ab?

Man verliert nicht immer, wenn man entbehrt, von perfekt sind wir so unendlich weit entfernt.

Bin nicht der beste Mensch, der dich verehrt, doch immer da für dich, wenn du  mich brauchst.

Yo Mann, hab gelernt: Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren und nur noch spinnen.

Doch Digger, dass bist du nicht, sei versöhnlich, trotz Erleuchtung bleibst du persönlich!
Yo Mann.

Und das Ende von Lied lautet: Alle Phänomene sind vergänglich, strebt mit Achtsamkeit.
Viel Spaß beim Hören, es lohnt sich 🙂

Empfohlen von Guido